Kaufnebenkosten 2026 in allen Bundesländern
Zum Kaufpreis einer Immobilie kommen Grunderwerbsteuer, Notar, Grundbuch und oft ein Makler dazu. Zusammen sind das meist 7 bis 12 % des Kaufpreises. Wie viel es in Ihrem Bundesland ist, zeigt die Tabelle.
Tabelle: Kaufnebenkosten nach Bundesland
Gerechnet mit 2 % für Notar und Grundbuch und 3,57 % Makleranteil des Käufers. Das Beispiel gilt für eine Wohnung mit 300.000 € Kaufpreis.
| Bundesland | Grunderwerbsteuer | Ohne Makler | Mit Makler | Beispiel 300.000 € mit Makler |
|---|---|---|---|---|
| Baden-Württemberg | 5 % | 7 % | 10,57 % | 31.710 € |
| Bayern | 3,5 % | 5,5 % | 9,07 % | 27.210 € |
| Berlin | 6 % | 8 % | 11,57 % | 34.710 € |
| Brandenburg | 6,5 % | 8,5 % | 12,07 % | 36.210 € |
| Bremen | 5,5 % | 7,5 % | 11,07 % | 33.210 € |
| Hamburg | 5,5 % | 7,5 % | 11,07 % | 33.210 € |
| Hessen | 6 % | 8 % | 11,57 % | 34.710 € |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6 % | 8 % | 11,57 % | 34.710 € |
| Niedersachsen | 5 % | 7 % | 10,57 % | 31.710 € |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % | 8,5 % | 12,07 % | 36.210 € |
| Rheinland-Pfalz | 5 % | 7 % | 10,57 % | 31.710 € |
| Saarland | 6,5 % | 8,5 % | 12,07 % | 36.210 € |
| Sachsen | 5,5 % | 7,5 % | 11,07 % | 33.210 € |
| Sachsen-Anhalt | 5 % | 7 % | 10,57 % | 31.710 € |
| Schleswig-Holstein | 6,5 % | 8,5 % | 12,07 % | 36.210 € |
| Thüringen | 5 % | 7 % | 10,57 % | 31.710 € |
Grunderwerbsteuer Stand Oktober 2026. Die Sätze können sich ändern, wenn ein Bundesland sein Gesetz anpasst.
Die einzelnen Kosten
Grunderwerbsteuer
Die Grunderwerbsteuer legt jedes Bundesland selbst fest. 2026 reicht sie von 3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, dem Saarland und Schleswig-Holstein. Das Finanzamt schickt nach dem Notartermin einen Bescheid. Erst wenn die Steuer bezahlt ist, kann der neue Eigentümer ins Grundbuch eingetragen werden.
Notar und Grundbuch
Der Notar beurkundet den Kaufvertrag und kümmert sich um die Abwicklung, das Grundbuchamt trägt den neuen Eigentümer und die Grundschuld der Bank ein. Beides zusammen kostet meist 1,5 bis 2 % des Kaufpreises. Die Gebühren sind gesetzlich festgelegt und hängen vom Kaufpreis und der Höhe der Grundschuld ab.
Makler
Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision, wenn ein Makler für beide Seiten tätig ist. Der Käufer zahlt dann höchstens so viel wie der Verkäufer, oft 3 % plus Mehrwertsteuer, also 3,57 %. Bei Mehrfamilienhäusern gilt diese Regel nicht, dort kann der Käufer auch die ganze Provision zahlen. Ohne Makler fällt dieser Teil ganz weg.
Wer bezahlt die Kaufnebenkosten?
Viele Banken finanzieren nur den Kaufpreis und erwarten, dass Sie die Kaufnebenkosten aus eigenem Geld zahlen. Bei einer Wohnung für 300.000 € sind das je nach Bundesland und Makler rund 16.500 € bis 36.200 €. Planen Sie dieses Geld beim Eigenkapital mit ein.
Bei einer vermieteten Wohnung gehören die Kaufnebenkosten zu den Anschaffungskosten. Den Anteil, der auf das Gebäude entfällt, schreiben Sie zusammen mit dem Gebäude über die Jahre ab. Für Ihren Einzelfall fragen Sie am besten einen Steuerberater.
Kaufnebenkosten automatisch eingerechnet
Der Rechner kennt die Grunderwerbsteuer aller 16 Bundesländer.