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Kaufen oder mieten: so rechnen Sie es durch

Ob Kaufen oder Mieten günstiger ist, lässt sich nicht allgemein sagen. Es hängt von Kaufpreis, Miete, Zins und davon ab, wie lange Sie bleiben. Hier sehen Sie, welche Zahlen Sie vergleichen sollten und warum die Kreditrate allein in die Irre führt.

Der häufigste Denkfehler

Oft wird die Kreditrate mit der Miete verglichen. Das passt nicht ganz: In der Rate steckt die Tilgung, und die ist kein Verlust, sondern Sparen in die eigene Wohnung. Umgekehrt fehlen in der Rate Kosten, die nur Eigentümer haben. Fairer ist es, die Kosten zu vergleichen, die Sie nicht zurückbekommen.

Kosten, die Sie nicht zurückbekommen

Beim KaufenBeim Mieten
Zinsen für den KreditKaltmiete
Kaufnebenkosten (einmalig)–
Instandhaltung und RücklageSchönheitsreparaturen, je nach Vertrag
Entgangene Zinsen auf Ihr Eigenkapital–

Nebenkosten wie Heizung und Wasser zahlen Sie in beiden Fällen. Sie können sie für den Vergleich weglassen.

Beispiel: Wohnung für 350.000 € oder 1.100 € Miete

Annahmen (Hessen, mit Makler)

Kaufnebenkosten 11,57 % = 40.495 €. Eigenkapital 90.495 €, Kredit 300.000 € zu 4 %. Instandhaltung und Rücklage 150 € im Monat. Das Eigenkapital könnte sonst angelegt werden, hier mit 3 % im Jahr gerechnet. Eine vergleichbare Wohnung kostet 1.100 € Kaltmiete.

Im ersten Jahr, pro MonatKaufenMieten
Zinsen bzw. Kaltmiete1.000 €1.100 €
Instandhaltung und Rücklage150 €–
Entgangene Zinsen auf 90.495 €226 €–
Zusammen1.376 €1.100 €

Dazu kommen beim Kauf einmalig 40.495 € Nebenkosten. In diesem Beispiel ist Mieten im ersten Jahr günstiger. Das kann sich über die Jahre ändern: Die Zinsen sinken mit jeder Tilgung, die Miete steigt meist, und der Wert der Wohnung kann sich in beide Richtungen bewegen. Deshalb kommt es darauf an, wie lange Sie rechnen.

Worauf es am Ende ankommt

Mit Ihren eigenen Zahlen vergleichen
Wählen Sie im Rechner „Selbst einziehen“ und öffnen Sie den Reiter „Kaufen oder mieten“. Er zeigt das Vermögen in beiden Fällen über die Jahre.

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Hinweis: Unverbindliche Rechenbeispiele, keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Mietwerte sind Durchschnittswerte von immobilienpreise-2026.de, kein offizieller Mietspiegel. Grunderwerbsteuer Stand Oktober 2026.